6 Möglichkeiten, Print und Digital sinnvoll miteinander zu verbinden

6 Möglichkeiten, Print und Digital sinnvoll miteinander zu verbinden

20.09.2026

Ein Flyer im Briefkasten, ein Besuch auf der Website und anschliessend eine digitale Werbeanzeige – was zunächst wie getrennte Kontakte wirkt, kann Teil derselben Kampagne sein. Die gezielte Verbindung von physischer und digitaler Werbung ermöglicht es Unternehmen, verschiedene Kontaktpunkte miteinander zu verknüpfen: Haushaltswerbung schafft Aufmerksamkeit, digitale Kanäle können diesen Kontakt anschliessend aufgreifen und weiterführen. Wie Print und Digital sinnvoll zusammenspielen können, zeigen diese sechs Möglichkeiten.

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1. Vom Briefkasten direkt auf die Landingpage

Der erste Schritt ist die Verbindung zwischen dem physischen Werbemittel und einem digitalen Angebot.

Ein QR-Code auf dem Flyer kann beispielsweise direkt zu einer Landingpage führen. Dort können Interessierte mehr über ein Produkt erfahren, an einer Aktion teilnehmen, einen Gutschein herunterladen oder einen Termin vereinbaren.

So endet die Kommunikation nicht mit dem Flyer im Briefkasten. Stattdessen entsteht ein zusätzlicher digitaler Kontaktpunkt, an dem die Nutzerinnen und Nutzer aktiv mit dem Unternehmen interagieren.

Beispiel:
Ein regionales Geschäft bewirbt eine Eröffnungsaktion mit einem Flyer. Ein QR-Code führt zu einer Landingpage mit weiteren Informationen und einem digitalen Rabattcode. Wer die Seite besucht, hat damit einen digitalen Kontakt zur Kampagne hergestellt.

 

2. Print als Impuls für digitale Werbung nutzen

Ein Flyer muss nicht die gesamte Werbebotschaft transportieren. Er kann vielmehr den ersten Impuls geben und Interessierte anschliessend in digitale Kanäle führen.

Das kann besonders sinnvoll sein, wenn ein Produkt oder eine Dienstleistung online ausführlicher erklärt werden kann. Der Flyer schafft Aufmerksamkeit, während Website, Social Media oder Display-Werbung zusätzliche Informationen liefern.

So können Unternehmen die unterschiedlichen Stärken der Kanäle nutzen:

- Print schafft einen physischen Kontakt und Aufmerksamkeit. 
- Landingpages liefern weitere Informationen. 
- Social Media und Display Ads können die digitale Kommunikation fortsetzen. 
- Online-Angebote ermöglichen eine direkte Reaktion oder Conversion. 

Die Kombination verschiedener Kontaktpunkte kann damit mehr leisten als die isolierte Betrachtung einzelner Werbemassnahmen.

 

3. Digitale Kontakte für die weitere Kommunikation nutzen

Besucht eine Person über einen QR-Code eine Landingpage, entsteht ein digitaler Kontakt. Je nach eingesetzter Technologie und Einwilligung können solche Interaktionen für spätere digitale Marketingmassnahmen relevant werden.

Retargeting funktioniert dabei grundsätzlich über Technologien, die Online-Verhalten erfassen. Dazu gehören beispielsweise Cookies oder vergleichbare Tracking-Technologien. Sie können erkennen, dass eine Person eine bestimmte Website oder Seite besucht hat, und ermöglichen darauf aufbauend eine gezieltere Ansprache. [1]

Wichtig ist dabei der Datenschutz: Nicht jede Form des Trackings ist automatisch zulässig. Der Eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte (EDÖB) weist darauf hin, dass der Einsatz von Cookies für personalisierte Werbung unter bestimmten Umständen eine Einwilligung erfordern kann. Dies gilt insbesondere, wenn Third-Party-Cookies oder ähnliche Technologien eingesetzt werden und dadurch ein Profiling mit hohem Risiko ermöglicht wird. [2]

Für Unternehmen bedeutet das: Retargeting sollte von Anfang an technisch und datenschutzkonform in die Kampagnenplanung integriert werden.

 

4. Angebote und Aktionen digital verlängern

Besonders gut funktioniert die Verbindung von Print und Digital bei zeitlich begrenzten Angeboten.

Ein Flyer kann beispielsweise auf eine Aktion aufmerksam machen, die online weitergeführt wird. Ein QR-Code führt direkt zum Angebot, während digitale Werbung die Aktion während der Laufzeit erneut ins Gedächtnis ruft.

Das Prinzip lässt sich auf viele Kampagnen übertragen:

Flyer → Landingpage → digitales Angebot → weitere digitale Kommunikation

So wird aus einer einmaligen Haushaltswerbung eine Kampagne mit mehreren Kontaktpunkten.

Gerade bei regionalen Angeboten kann dieser Ansatz interessant sein. Ein Unternehmen kann beispielsweise in einem definierten Gebiet Flyer verteilen und gleichzeitig online Nutzerinnen und Nutzer auf die entsprechende Aktion aufmerksam machen.

 

5. Regionale Haushaltswerbung mit digitalem Targeting verbinden

Ein besonderer Vorteil der unadressierten Haushaltswerbung ist ihre regionale Planbarkeit. Unternehmen können ihre Kampagne gezielt auf bestimmte Regionen und Verteilgebiete ausrichten und diese mit digitalen Massnahmen kombinieren.

Über unsere Buchungsplattform lassen sich passende Verteilgebiete für eine Kampagne bequem online auswählen und planen. So kann beispielsweise die Haushaltswerbung gezielt in den Regionen stattfinden, in denen ein Unternehmen seine Zielgruppe erreichen möchte. Parallel dazu können digitale Massnahmen die Kampagne online begleiten und den Kontakt mit potenziellen Kundinnen und Kunden vertiefen.

Beispiel: Ein Händler eröffnet eine neue Filiale in einer bestimmten Region. Die Haushaltswerbung macht die Menschen im lokalen Umfeld auf die Eröffnung aufmerksam. Gleichzeitig kann eine digitale Kampagne die Bekanntheit der Eröffnung online weiter erhöhen.

So entstehen mehrere Berührungspunkte mit derselben Zielgruppe – im Briefkasten, auf dem Smartphone und im Web.

 

6. Kampagnen messbarer machen

Ein weiterer Vorteil der Verbindung von Print und Digital: Digitale Reaktionen können zusätzliche Hinweise auf die Wirkung einer Kampagne liefern.

QR-Codes, individuelle Landingpages, Aktionscodes oder spezielle URLs können beispielsweise zeigen, wie viele Personen auf ein Angebot reagieren.

Dabei geht es nicht darum, jeden Kontakt im Briefkasten individuell zu verfolgen. Vielmehr können Unternehmen digitale Reaktionen auf eine physische Kampagne messbar machen.

Das schafft eine zusätzliche Grundlage für die Kampagnenauswertung:

- Wie viele Personen haben den QR-Code genutzt?
- Wie viele haben die Landingpage besucht? 
- Wie viele haben ein Angebot eingelöst? 
- Welche Regionen haben besonders stark reagiert? 
- Welche digitale Anschlussmassnahme hat funktioniert? 

Damit lassen sich Erkenntnisse aus der physischen Kampagne mit digitalen Kennzahlen verbinden und für zukünftige Kampagnen nutzen.

 

Fazit: Print und Digital müssen keine Gegensätze sein

Eine erfolgreiche Kampagne muss sich nicht zwischen Print und Digital entscheiden. Entscheidend ist vielmehr, wie beide Kanäle miteinander verbunden werden.

Haushaltswerbung kann Aufmerksamkeit schaffen und einen ersten Kontakt herstellen. Digitale Kanäle können diesen Kontakt anschliessend vertiefen, zusätzliche Informationen liefern oder – bei entsprechendem digitalen Kontakt und unter Einhaltung der Datenschutzvorgaben – eine weitere Ansprache ermöglichen.

Print wird damit nicht zum Gegenspieler digitaler Werbung, sondern zu einem zusätzlichen Einstiegspunkt in die Customer Journey.

Für Unternehmen bedeutet das: Wer seine Kampagnen kanalübergreifend plant, kann die Stärken verschiedener Medien miteinander verbinden und aus einzelnen Werbekontakten eine zusammenhängende Kommunikation entwickeln.

Unadressierte Haushaltswerbung kann dabei den ersten Impuls liefern – und digitale Massnahmen können die Wirkung dieses Impulses verlängern.

 

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Quellen

[1] Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB): Leitfaden betreffend Datenbearbeitungen mittels Cookies und ähnlichen Technologien, aktualisierte Fassung vom 6. Oktober 2025.
[2] Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB): Merkblatt zur Verwendung von Cookies und ähnlichen Technologien im Zusammenhang mit Online-Tracking, 31. März 2026.

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